ADAC

Mit dem ADAC habe ich bislang ja eigentlich meist ganz gute Erfahrungen gemacht. Die Pannenhilfe ist wirklich gut, zweimal habense mein Auto abgeschleppt (1x Getriebeschaden und einmal 1x unverschuldete Feindberührung), und das Motorrad (1x Vergaserprobleme) auch mal in die Werkstatt gebracht. Die Pannenhelfer stets kompetent, nett und schnell. Das eine mal allerdings wo ich in der Geschäftstelle war wegen einer Mallorca-Police, da waren die Erfahrungen eher durchwachsen – gut dass ich mich vorher informiert hatte, denn der Mitarbeiter versuchte mir was falsches anzudrehen.

Doch was musste ich da vor kurzem hören? Der ADAC verhält sich nun „neutral“ zum Thema Geschwindigkeitsbeschränkungen für Autobahnen. Was ist denn das für ein Kraftfahrerverein, der bei diesem höchst kontrovers debattierten Thema neutral bleiben will? Es gibt ja durchaus Argumente dafür und dagegen. Und es gibt auch durchaus Kraftfahrervereine, die so etwas befürworten (ACE zum Beispiel). Aber eine Neutralität bei diesem Thema ist eine bodenlose Unverschämtheit. Mit meinen ADAC-Mitgliedsbeiträgen war ich bislang immer der Überzeugung, Lobbyarbeit in meinem Sinn zu finanzieren (reine Pannenhilfe kann ich woanders auch günstiger bekommen – ob besser ist allerdings durchaus fraglich, wie gesagt, sie ist sehr gut). Daher habe ich in dem nicht gerade niedrigen Jahresbeitrag nie ein Problem gesehen. Aber jetzt entscheidet der Verein plötzlich, in einem zentralen Thema nicht mehr meine Meinung zu vertreten, sondern neutral bleiben zu wollen? So haben wir nicht gewettet! Hoffen wir, dass der ADAC sich besinnt – oder sich irgendwann ein alternativer Verein auftut.